Manfred von Ardenne
Ein Genie im Jahrhundert der Diktaturen

Dr. Gerhard Barkleit (Hannah-Ahrend-Institut TU Dresden)

25. April 2007
17:30 Uhr
Hörsaal C

Ardenne leistete als genialer Autodidakt in der Weimarer Republik und dem nationalsozialistischen Deutschland Bahnbrechendes in der Rundfunk- und Fernsehtechnik, der Elektronenmikroskopie sowie in der kernphysikalischen Grundlagenforschung. Nach dem 2. Weltkrieg war er an der Entwicklung der sowjetischen Atombombe beteiligt. In der DDR avancierte er zum Vorzeigewissenschaftler des SED-Regimes. Mit seinem privaten, 500 Mitarbeiter zählenden Forschungsinstitut entwickelte er später unter anderem die Krebs-Mehrschritt-Therapie.
Was für ein Mensch war das, der in so vielen verschiedenen Bereichen und so lange Zeit Hervorragendes leistete? Wie arrangierte Ardenne sich mit der Macht? Welche Kompromisse war er bereit für die Beschaffung der Ressourcen seines Forschungsinstituts einzugehen?