Therapiemanagement und Antikoagulations-Ausweis
Für den betreuenden Arzt bzw. den Patienten im Gerinnungsselbstmanagement ist die Therapie bei geringer Variabilität der INR-Werte gut beherrschbar. Bei stark variierenden INR-Werten, höherem therapeutischen Zielbereich, sinkender Erhaltungsdosis, wechselnden Dosierungen oder Interferenzen mit bestehender Nebenmedikation wird das Therapiemanagement problematischer.
Diese visuell - mentale Methode der Dosisbestimmung erweist sich in komplizierteren Therapiesituationen bald als unzulänglich. Das komplexe Geflecht von Ursachen, Störungen und Wirkung erschwert es auch erfahrenen Therapeuten, mit dieser Methode auf variierende INR-Werte mit geeigneten Dosierungsempfehlungen zu reagieren.
Im Folgenden werden an stilisierten Beispielen typische Therapiesituationen, Einflussfaktoren sowie wechselseitige Abhängigkeiten und Fehlerquellen bei der Bewertung von Messergebnissen aufgezeigt, welche die Therapiesteuerung der oralen Antikoagulation mit Phenprocoumon (PPC) erschweren.