Probleme bei der Bestimmung einer geeigneten Reaktion auf Abweichsituationen bzw. Über- oder Unterdosierungen

Bei gefährlichen Abweichungen des INR-Wertes wird in der Regel zunächst unterstellt, dass das Gerinnungssystem in kurzer Zeit wieder normal auf die Erhaltungsdosis reagiert und nur während seiner Abweichzeit eine korrigierte Dosis benötigt. Korrekturdosen werden häufig in Abhängigkeit von der Erfahrung des Arztes bestimmt. Wegen der zeitverzögerten Auswirkung von Dosisänderungen (Abbildung 2) kann dieses zu Überreaktionen und dann sogar zu einer Verschärfung der Situation führen.

Eine computergestützte vorausschauende Wirkbetrachtung aufgrund patientenspezifischer Modelle kann helfen, in solchen Situationen (Abbildung 1b) angemessen zu reagieren.

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